Buchen
GRATIS KAFFEE UND TEE
SAUNA GRATIS!
WELCOME DRINK GRATIS

Gebäudehistorie
Hotel / Gebäudehistorie
Das Hotel Perla wurde im Juli 2007 eröffnet; nach einer aufwendigen Rekonstruktion der untereinander verbundenen Häuser in der Altstadt von Prag, deren heutige Gestaltung aus dem ganzen Objekt ein Gebäude macht.
Das Haus Nr. 412 befindet sich an der Ecke der Straßen Perlová und Rytířská ulice und die Fenster einiger Zimmer, sowie der Café-Bar sind auf den Kohlenmarkt (Uhelný trh) mit seinem reizvollen Platz und Brunnen gerichtet.
Das Haus Nr. 412, das sog. Spinetský-Haus, erstreckte sich ursprünglich über die gesamte Länge der Straße bis hin zum Stadtgraben. Der erste urkundlich belegte Besitzer war zu Beginn des 15. Jahrhunderts Václav Kramaréř Velfl. Das Haus wechselte häufig unter verschiedenen vermögenden und auch weniger wohlhabenden Eigentümern und durchlief mehrere Phasen eines teilweisen Abrisses und Umbaus.
Die Geschichte des Hauses ist auch im 20. Jahrhundert interessant, als dem Besitzer des damals klassizistischen Hauses der Abriss nicht genehmigt wurde und sich im Jahre 1938 der bekannte Architekt Karel Kotas des Komplexes annahm. Jedoch wurde das ursprüngliche Haus nach einigen Streitigkeiten zwischen den Besitzern und auch der Stadt abgerissen, und im Laufe der Jahre wurde an dieser Stelle ein bemerkenswerter spätfunktionalistischer Neubau errichtet, der den historischen Kontext und die Ansprüche der Denkmalspflege erfüllte. In dieser Hinsicht war der Bau des Architekten Kotas ein Prototyp für viele weitere Neubauten in den Zentren der böhmischen Städte. Wertvolle funktionalistische Elemente und Details sind in den Arkaden der Straße Rytířská und im Innern des Hotels - im Foyer, sowie auf der Treppe zu den höher gelegenen Geschossen zu finden.
In Anbetracht dessen, dass sich das Hotel an der Schnittstelle mehrerer sehr interessanter Orte befindet, verweilen wir ein wenig bei der Geschichte der näheren Umgebung.
Die Straße Perlová ulice
Die ursprüngliche Bezeichnung der Straße lautete U fortny k Panně Marii Sněžné (Bei der Pforte zu Maria Schnee) oder nur U fortny (Bei der Pforte), was im Mittelalter Sandfelder waren, die die mittelalterliche Grenze der Stadtteile darstellten. Die heutige Bezeichnung Perlová (Perlenstraße) wird seit dem Jahre 1769 verwendet.
Den markanten Punkt der Straße, in der jedes Haus wie fast überall in der Altstadt seinen eigenen Namen hatte, bildet das moderne Haus Nr. 371/5 mit einem Eckturm und einer der ersten Stahlkonstruktionen in Prag. Heute hat hier eine Bank ihren Sitz.
Die Straße Rytířská ulice
Dieser Teil des Stadtkomplexes - das sog. Viertel des Hl. Havel (Svatohavelská čtvrť) - wurde nach Plänen zu Beginn des 13. Jahrhunderts errichtet. An diesem Ort wurde auch eine 500 Meter lange Bauzeile entdeckt, was seinerzeit einzigartig war. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts nannte man den westlichen Teil Vaječný trh (Eiermarkt) und den östlichen Teil sodann Husí trh (Gänsemarkt), je nach der Art der feilgebotenen Waren. Die gegenwärtige Bezeichnung erinnert jedoch an die Mitte des 14. Jahrhunderts, als im Jahre 1347 die Gäste im Rahmen der Feierlichkeiten zur Krönung Karls IV. von Rittern zu Pferde bedient und unterhalten wurden. Ähnliche Turniere fanden hier bis in das 18. Jahrhundert statt.
Einen altehrwürdigen Charakter verleihen der Straße die bis heute erhaltenen tiefen Arkaden des Eckhauses Nr. 2 bei der Straße Perlová. Neben mehreren Nachbarhäusern wurde zur Zeit der umfangreichen Altstadtsanierung in den Jahren 1892-94 ein Teil der ursprünglichen Bebauung gänzlich abgerissen und an ihrer Stelle der heutige Altstädter Marktplatz (Staroměstská tržnice) errichtet.
Der Kohlenmarkt (Uhelný trh)
Die ursprüngliche Bezeichnung war Neuer Kohlenmarkt (Nový uhelný trh), da der Alte Marktplatz auf dem heutigen Altstädter Ring war, aber auch Zelný trh (Kohlmarkt) oder Zelený trh (Grüner Markt).
Im 14. Jahrhundert wurde hierher der Verkauf von Holzkohle verlegt. In der Mitte des Marktplatzes stand bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts (wahrscheinlich bis 1807) eine uralte Schmiede und daran anliegend eine Kohlehütte, jedoch wurde dieses älteste Haus in der Altstadt leider abgerissen.
Das Dreieck der heutigen Fläche des Kohlenmarktes behielt ihren altehrwürdigen Charakter. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts standen hier Straßenküchen, wo man billiges Essen kaufen konnte.
Im Jahre 1951 ließ der Prager Unternehmer und Mäzen Jakub Wimmer an diesen denkwürdigen Orten einen steinernen Brunnen mit Plastiken von František Xaver Lederer errichten, der den Namen seines Gründers trägt und Wimmer-Brunnen genannt wird.


